Vertrauen durch Verlässlichkeit.
KLINGER News

Immer im sicheren Blick!

Was passiert eigentlich im Inneren eines Kessels, Behälters oder Rührwerks?

Schauglas-Armaturen ermöglichen die direkte visuelle Kontrolle des Prozesses. Damit dabei nicht nur der Durchblick, sondern auch die Dichtheit stimmt, kommt es auf die richtige Flachdichtung an.

Die Firma Papenmeier setzt für die Abdichtung ihrer Schauglas-Armaturen seit Jahren KLINGERSIL C-4400 ein.

Eine Schauglas-Armatur besteht meist aus flachen Flanschen, komplettiert mit jeweils einer zwischen Dichtungen eingelegten und fest verschraubten Schauglasplatte, die meist transparent ist. Je nach Einsatz werden die verwendeten Materialen, wie Flansch, Glas und Dichtungen den Anforderungen der Anlage angepasst. Eine der gängigsten Anwendungen ist die Schauglas-Armatur nach DIN 28120.

Aufbau einer Schauglas Armatur

Sie entspricht in Aufbau und Abmessung den Konstruktionsrichtlinien der o. g. DIN 28120, DN 50 bis DN 200. Nach dieser Norm bemessene Flanschstärken garantieren die verzugsfreie Lagerung und die sichere Abdichtung der Schauglasplatten mit einer Flachdichtung. Voraussetzung ist sachgemäßes Ein- bzw. Aufschweißen des Blockflansches. Zudem ist die Montage der Dichtung von entscheidender Bedeutung. Immer die Gewinde sowie die Mutterauflage am Deckelflansch schmieren, aber nicht die Dichtung.

DN 200 hat beispielsweise einen Außendurchmesser von 340 mm am Flansch. Der Durchmesser an der sichtbaren Scheibe ist innen 225 mm also etwas mehr als ein DIN A4 Blatt breit ist (210 mm). Da kann man schon ordentlich was sehen, wenn man in ein Rührwerk schauen möchte.

Wie weit ist der Prozess des Mischens schon fortgeschritten? Hat das Produkt schon die gewünschte Konsistenz oder Farbe? Das lässt sich mit einem geschulten Blick sicher und schnell klären.  Wie immer, die einfachen Lösungen sind auch meist die besten in der Praxis. Fast alle Lösungen sind Entwicklungen aus dem eigenen Haus. Ab Stückzahl1 geht es schon los.

Übersicht

Schauglas-Armatur nach DIN 28120

Einsatz: Für die Beobachtung des Inneren von Kesseln, Silos, Rührwerken, Rohrleitungen

Betriebsbedingungen: Überdruck: 10 bar bzw. 16 bar

Betriebstemperatur: max. 150°C bei Natron-Kalk-Glas DIN 8902, max. 280°C bei Borosilikatglas DIN 7080

Für ATEX-Zonen geeignet: Ja

Anwendungsbereiche

  • Anwendungen in ATEX Zonen
  • Raffinerien
  • Petrochemie
  • Chemische Verfahrenstechnik
  • Maschinenbau, vor allem Kessel und Behälterbau
  • Nahrungsmittel
  • Chemie- und Pharmaindustrie, Kosmetikherstellung
  • Getränkeindustrie: Whisky Herstellung, Brennblase
  • Wasserwirtschaft
  • Papier- und Zelluloseindustrie, Mischer
  • Textilindustrie
  • Schiffsindustrie: Öltank
  • Biogas-Erzeugung

Hintergrund und Anmerkung:

KLINGERSIL®C-4400 Faserweichstoffdichtung besteht aus aktiven und inaktiven Füllstoffen, einem ölbeständigen Elastomer (NBR) und hochleistungsfasern (Aramidfaser) Geeignet für den Einsatz bei 100 % Wasserstoff, Ölen, Dampf, Gasen, Salzlösungen, Kraftstoffen, Alkoholen, schwachen organischen und anorganischen Säuren, Kohlenwasserstoffen, Schmierstoffen und Kältemitteln.

KLINGERSIL C-4400

 

Natron-Kalk-Gläser machen die weitaus größte Menge aller industriell hergestellten Gläser aus. Aufgrund der Zusammensetzung sind Sie in ihre Einsatztemperatur stärker eingeschränkt als Borosilikatglas. Sie dehnen sich bei Wärmeeinwirkung besonders schnell aus. Deshalb ist Vorsicht angebracht, wenn z. B. heiße Flüssigkeit eingefüllt wird, das Glas könnte platzen.

 

Borosilikatglas ist haltbarer und härter als normales Glas und bricht daher nicht so leicht. Gläser mit dieser Zusammensetzung besitzen eine hohe Beständigkeit gegen chemische Einwirkungen und Temperaturunterschiede. Daher finden sie vor allem für Produktionsanlagen aus Glas in der chemischen Industrie, hochbelastbare Lampengläser und in Schauglas-Armaturen Verwendung.

Aber auch im Haushalt kommt Borosilikatglas vor: Back- und Auflaufformen sowie anderes "feuerfestes" Geschirr sind daraus gefertigt. Beispielsweise eine Kaffeekanne aus Glas.

 

ATEX steht für "Atmosphères Explosibles" und bezieht sich auf die europäische Richtlinie 2014/34/EU, die Anforderungen an Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen festlegt. Die Richtlinie zielt darauf ab, das Risiko von Explosionen (Bild 3) in Bereichen zu minimieren, in denen explosive Atmosphären auftreten können. Hier ein wichtiger Punkt zur ATEX Zone:

 

Explosionsgefährdete Bereiche: Diese Bereiche sind Umgebungen, in denen eine Mischung aus Luft und brennbaren Stoffen (wie Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben) unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen entzündet werden kann.

  • Zone 0: Bereich, in dem eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel ständig oder über lange Zeiträume vorhanden ist. Beispielsweise: flüssige Lösungsmittel in einem Behälter
  • Zone 1: Bereich, in dem sich bei Normalbetrieb gelegentliche eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel bilden kann. Beispiel: wenn brennbare Gase abgesaugt werden.
  • Zone 2: Bereich, in dem während des normalen Betriebs eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebel selten und nur für kurze Zeit auftritt. Beispiel: Sie stehen neben Ihrem Auto an der Tankstelle, beim Betanken Ihres Fahrzeuges.

ATEX ist daher ein wesentliches Regelwerk, um die Sicherheit in industriellen und anderen Umgebungen zu gewährleisten, in denen Explosionsgefahr besteht.

Stellen Sie jetzt Ihre Fragen an unseren Experten:

» Gerald Klein, Produktmanager Dichtungen Anwendungstechnik bei KLINGER Germany

» Tel: +49  6126 4016 38 Email: gerald.klein@klinger.de

» Stefan Keck, Produktmanager Dichtungplatten bei KLINGER Germany

» Tel: +49 6126 4016 35 Email: stefan.keck@klinger.de

Quellen:

Bundesverband Glasindustrie e.V. Website: www.bvglas.de
Papenmeier GmbH &Co.KG www.papenmeier.de
KLINGER GmbH, Idstein www.klinger.de

Autoren:

Gerald Klein
Produktmanagement / Anwendungstechnik Dichtungen
Klinger GmbH / Idstein
Email: gerald.klein@klinger.de
www.klinger.de

F.H. Papenmeier GmbH & Co.KG
Talweg 2 58239 Schwerte
Email: info@papenmeier.de
Telefon +49 2304 2050
Ansp.: Herr Klaus Bruckmann
www.papenmeier.de

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